Weihnachten in Künzelsau

Künzelsauer Weihnachtszeit 2014  altes Rathaus Künzelsau bei Schnee

ein paar Impressionen von Künzelsau zur Weihnachtszeit

das „alte“ Künzelsauer Rathauses ist im Grunde das Wahrzeichen von Künzelsau. Es stand früher in der Mitte der Straße und zwar der Hauptstraße. Heute ist auf einer Seite die Fußgängerzone und auf der anderen Seite führt die frühere Hauptstraße, jetzt eine Einbahnstraße und Einkaufsstraße, vorbei. Es gibt unzählige Fotos dieses Gebäudes u.a. eben in der Weihnachtszeit mit Christbaum und seit gestern auch wieder mit Schnee 😉

Das erste Bild wurde mitten in der blauen Stunde aufgenommen. Man sieht, der Himmel ist richtig blau, obwohl es trübes und bedecktes Wetter war. Das ist das faszinierende an dieser blauen Stunde, das warme Kunstlicht tritt langsam in den Vordergrund und im Vergleich dazu verschiebt sich das „kalte“ natürliche Licht in diesen faszinierenden Blauton. Wie man sieht wurde es gegen 17:00 aufgenommen, perfekt abgepasst 😀

Kunezelsau-2

Das zweite Bild entstand nur 20 Minuten später und die blaue Stunde ist vorbei. Der Himmel ist fast schwarz, nur noch ein ganz dunkler Blauton ist wahrzunehmen. Wie auch das erste Bild, ist es ein mit Stativ aufgenommenes HDR – Bild um auch ein wenig Details in den Lichtern zu haben, z.B. in den Fenstern. HDR, das heißt mehrere Bilder, in diesem Fall 3, mit unterschiedlichen Belichtungen zu einem Bild zusammen gerechnet.
Die Bilder wurden sehr zurückhaltend entwickelt, um möglichst an die natürliche Wahrnehmung des Auges zu kommen. Auf diesem Bild kann man sogar die Fallenden Schneeflocken sehen, falls man im Original in das Bild hinein zoomt. Da aber Belichtungszeiten bis zu 0,6 Sekunden verwendet wurden, sind die Schneeflocken als senkrechte Striche sichtbar. Faszinierend finde ich auch die Fahrspuren, die sich als „S-Kurve“ am alten Rathaus vorbei schlängeln!

Bearbeitung und Aufnahme:

Natürlich wurde bei allen Bildern in diesem Beitrag ein Stativ verwendet und bei den Bildern vom Rathaus mit dem 24 – 105 mm L Objektiv aufgenommen. Die Blende lag bei 8 und die Brennweite bei 47 mm beim ersten Bild und 27 mm beim zweiten. Obwohl diese Bilder mit einer Vollformat Kamera, der Canon 5D Mark III aufgenommen wurde, mit der hohe ISO Bereiche noch hervorragend abgebildet wurden, bin ich bei diesen Aufnahmen bis max. 400 ISO gegangen, um möglichst wenig rauschen und scharfe Bilder zu bekommen.
Jedes Bild wurde im RAW Format aufgenommen. Dies bietet den Vorteil, dass keine Details verloren gehen und größere Lichtbereiche (hell/dunkel) aufgenommen werden, die dann bei der Bearbeitung mehr Reserven bieten.
Bearbeitet wurden sie dann mit Lightroom und Photoshop. Auch die HDR – Entwicklung wurde mit Phozoshop durchgeführt, da meiner Meinung nach hier am natürlichsten gearbeitet werden kann.

Nachdem das HDR Foto vorlag, wurde die übliche Bearbeitung durchgeführt:

  • Korrekturen, z.B. Leitungen, Seile und Schilder entfernen
  • Höhen und Tiefen anpassen
  • Belichtung, Schärfe, Kontrast, Rauschen, Farbe … anpassen
  • lokale Anpassungen: wichtige Bereiche hervorheben, unwichtige Dinge unauffälliger machen, Farbe …

Engelesblasen:

Beim dritten Bild vom „Engelesblasen“, einer schönen Tradition in Künzelsau, sieht das ganze etwas anders aus:Engelesblasen in Künzelsau

  • es wurde aus größerer Entfernung aufgenommen
  • es wurde ein spezielles Teleobjektiv verwendet, das 100-400 mm Canon Objektiv
  • es wurde absichtlich eine lange Belichtungszeit von 6 Sekunden gewählt, um die Bewegung der Lichter zu zeigen.

Daraus entstanden verschieden Probleme. Da, um auf der Höhe des Geschehens zu sein, von einer weiten Entfernung fotografiert wurde, entstand das Bild mit einer Brennweite von 400 mm. Nun hat dieses Objektiv die Eigenheit, dass um die Brennweite zu vergrößern, es nach vorne ausgezogen wird und zwar um mehr als 10 Zentimeter. Das Objektiv ist auch sehr schwer und auch die große Brennweite von 400 mm tragt zum Problem bei:

Scharfe Bilder, auf einem Stativ, mit diesen Einstellungen zu erhalten ist sehr, sehr schwierig. Durch das ausgezogene, schwere Objektiv, ist das ganze System sehr Empfindlich und selbst mit Spiegelvorauslösung und zeitverzögerter Aufnahme entstehen fast immer verwackelte Aufnahmen. Aber diese Aufnahme war ja nur ein „schneller Test“ unter Zeitdruck. Die richtigen Aufnahmen sollen an Silvester und Neujahr entstehen. Dann mit Schnee, einem anderen Standort und auch einem anderen Objektiv 😉

Selbst an ein Video mit Ton habe ich gedacht, das würde aber heißen, ich habe fast keine Zeit mehr um Bilder aufzunehmen. Mal sehen …

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