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Nachtwanderung

Nacht über Hohenlohe

Vorbereitung und Test für meine nächste größere Reise

aber auch das nächtliche Hohenlohe hat seine ganz besonderen Reize, was meint Ihr ?!

  • Kocher beim Scheurachshof
  • die Zarge, gegenüber von Nagelsberg

Die Bäume des Kocherufers wurden durch das Flutlicht des Nagelsberger Sportplatzes, auf dem zu diesem Zeitpunkt Phoenix Nagelsberg trainierte, genial erleuchtet. Auf meinem Weg zur Zarge bekam ich so die Gelegenheit diese schöne Lichtstimmung aufzunehmen. Zu meinem Glück hatte die Trauerweide noch ihre Blätter, speziell in diesen wunderbaren Herbstfarben. Der besondere Reiz ist natürlich die geniale Spiegelung im Kocher, der an diesem Abend vollkommen still vor sich hin floß und ein glasklares Spiegelbild ermöglichte.

Um die ersten, hinter der Wolkendecke erscheinenden Sterne mit auf das Bild zu bekommen, war eine Belichtungszeit von 20 Sekunden notwendig. Länder durfte ich auch nicht belichten, denn sonst sieht man die Sterne nicht mehr punktförmig, sondern durch die Drehbewegung der Erde, strichförmig. Das ist natürlich auch von der Brennweite der Aufnahme abhängig, in diesem Fall lag die Grenze bei ungefähr 20 Sekunden, wie auch bei den Bildern der Zarge …

Meine Stirnlampe hatte einen defekt und bei der Zarge angekommen, stellte ich fest, dass ich meinen Fernauslöser zuhause gelassen hatte. Also gab es an diesem Tag nur Bilder unterhalb der Zarge, mit den Sternen im Hintergrund. Mit etwas gutem Willen kann man sogar die Milchstraße am Himmel erkennen.

Also hieß es am nächsten Tag noch einmal zur Zarge und hinauf auf die Ruine. Zum Glück gibt es einen etwas einfacheren Weg auf die 10 Meter hohe Mauer, indem man die ansteigende Seitenmauer hinauf klettert. Was aber dann eine richtige Herausforderung darstellt, ist die lange Aufnahmezeit still zu stehen. Noch dazu, da ich eine Belichtungsreihe aufnahm, d.h. drei Aufnahmen direkt hintereinander, mit unterschiedlichen Belichtungszeiten. In diesem Fall sind das 10 + 20 + 30 Sekunden Aufnahmezeit und damit 1 Minute in 10 Metern Höhe bei Nacht still zu stehen. Auch für mich ein komisches Gefühl 😉

Ausgelöst wurde die Aufnahme durch einen Funk-Fernauslöser und da man die Aufnahme nicht einfach kontrollieren kann heißt es hoffen und sich nach dem nach unten klettern endlich die Bilder zu sehen. So kam es wie es kommen musste: beim ersten mal stand ich viel zu weit hinten (rechts) und war so klein im Vergleich zur Wand, dass ich kaum sichtbar war. Also noch enmal hinauf geklettert, weiter nach vorne gelaufen und weitere Bilder gemacht. Aber die Bilder waren es wert und als Vorbereitung von meinem Fototrip im July sicherlich ein guter Start!

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