Allgemein

Lofotentour

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Misty Mountain Tour

Hiking in den Bergen der Lofoten

Guides: Arild Heitmann und Max Rive
Teilnehmer: Alex Peres, Chris Guest, Jonathan Peterson, Shane Wheel und ich

Zeitraum:

  • 17.7.2016 – 22.7.2016 Misty Mountain Tour
  • 15.7.2016 – 17.7.2016 alleine auf dem Weg von Evenes bis Reine
  • 22.7.2016 – 24.7.2016 mit Shane Wheel zum nationalen Berg der Norweger, dem Stetind

weiter zum Tourbericht und zu den Bildern …

der Tourbericht:

Tag 1 und 2: Ankunft und die Reise nach Reines

  • gleich nach der Ankunft gab es das Problem, dass ich noch keine Bestätigung für meinen Mietwagen hatte. Ok, ich hatte sehr spät gebucht und das war der Grund. Natürlich war die Reservierung nicht gelungen und ich Lofotenmusste einen „teureren“ Wagen mieten. Mit einem Hybrid Antrieb: Strom und Benzin. Gar nicht schlecht! Aber sehr teuer…
    Zum „Ende“ der Lofoten hatte ich ca 300 Km und auf den Lofoten bedeutet das ca. 5 Stunden Fahrt. Aufgestanden war ich gegen 5:00 Uhr morgens. Nach dem Flug und der anschließenden Fahrt war ich gegen 1:00 Uhr am darauffolgenden Tag kurz vor Reine und so müde, dass ich mein Zelt am Meer aufschlug und erst einmal schlafen ging, dummerweise war das gar nicht so einfach, es war immer noch taghell.
    Dafür gab es am nächsten Tag die ersten Bilder, Langzeitbelichtungen am Meer mit den Bergen als Hintergrund ..
    Weiter ging es bis zum Ende der Straße, nach „A auf den Lofoten“ und es gab weitere Bilder …
    Lofoten
    Reine, eine der schönsten Dörfer der Welt. Im Winter komme ich zurück 😉

    Im Laufe des Tages fing es an zu regnen und hörte auch den ganzen Tag nicht mehr auf. Die Rückfahrt war bescheiden und es gab keine Bilder. Da ich im Regen das Zelt nicht aufbauen wollte, schlief ich auf dem Autositz und fuhr am nächsten Morgen erst einmal zum Camping Platz Harstad um zu duschen und dann zum Treffpunkt am Flughafen Evenes.

Tag 3 (1): Treffen und Start der Tour

  • wir trafen uns am Flughafen und Arild, unser einheimischer Guide, holte uns mit einem Kleinbus ab. Ein erstes Kennenlernen. Wegen des Regens und von Sturmböen wurde die Tour umgeplant und wir fingen „von der LofotenLofotenanderen Seite“ an. Das hieß Camping im Wald, bei einer kleinen Nothütte, Feuer vor der Nothütte und nur ein sehr kurzer und entspannter Fußmarsch. Ein kleiner Wasserfall in der Nähe war unsere erste Station Bilder zu schießen. Schwierige Bedingungen und schlechtes Licht, deshalb zog sich Arild einen Poncho über und stellte sich als Motiv direkt vor den Wasserfall
    Inzwischen kam auch die letzte Teilnehmerin an, Julia, eine junge Journalistin und Sportlerin aus den USA, die offensichtlich mit solchen Wetterbedingungen und Temperaturen nicht gerechnet hatte.
    Die Gruppe war vollständig mit einer weiteren älteren Teilnehmerin, Norma, Fotografin und erfahrene Naturfotografin.

Tag 4 (2): der Aufstieg. Stürmische und nasse Zeiten

  • Wir warteten mit dem Start bis zum Nachmittag weil dann das Wetter besser werden sollte. Wenigstens war es beim Aufstieg auch trocken, aber es kristallisierten sich die ersten Probleme Lofotenheraus: Norma schien körperlich nicht fit genug um die ganze Tour durchzustehen und Julia hatte einen viel zu schweren Rucksack und nicht die Lofotenrichtigen Klamotten. Der ursprünglich geplante Übernachtungsplatz kam nicht in Frage, da immer noch Sturmböen auftraten, und so schlugen wir die Zelte in einer etwas geschützten Mulde auf. Ein erstes dehydriertes Essen wurde mit erhitztem Wasser gekocht und kurz darauf setzte der Regen wieder ein. In einer Regenpause ging es zu einem nahegelegenen Wasserfall …
    Und dann ging es los: Sturmböen und heftiger Regen. Shanes Zelt, neu war nicht wasserdicht. Julias Zelt war von Arild geliehen, aber es brach eine Zeltstange und Arild Zelt selbst flog in der Nacht ab, als er die Heringe besser befestigen wollte. Leider zog er sich dabei auch eine Verletzung an der Fußsohle zu, was am nächsten Tag zu seinem Abstieg führen sollte …
    Die Nacht war grausam und an Schlaf nicht zu denken. Bei den Sturmböen musste ich das Zelt von innen stabilisieren und wir alle sehnten ein Ende der Nacht und des Sturms herbei, immer in der Angst, dass das Zelt zerreißt…

Tag 5 (3): die Teilung der Gruppe

  • Arild musste absteigen und seine Verletzung untersuchen und versorgen lassen. Der immer noch anhaltende Sturm und die Kälte veranlasste Julia mit abzusteigen. Norma wurde von den Guides gedrängt und überredet LofotenLofotenauch abzubrechen, der weiteren Tour wäre sie körperlich nicht gewachsen gewesen. Der Rest der Gruppe blieb im Basecamp, wurde durch den anhaltenden Sturm aber gezwungen über den Kamm und auf der anderen Seite bis zur Baumgrenze abzusteigen. Hier war zwar auch noch Wind, aber längst nicht mehr so stark und wir machten die ersten richtigen Fotoexkursionen  in diesem Gebiet.
    Leider klarte das Wetter nicht auf, so dass wir nicht auf den Berg konnten um dort die angeblich fantastischen Aussichten zu genießen. Beim vorhergehenden Kurs eine Woche davor muss es geniale Bilder gegeben haben. Tja, so ist die Natur …
    Ein nächtlicher kleiner Aufstieg brachte leider das Ergebnis: „the light sucks“

Tag 6 (4): das Wetter macht sich

  • endlich wurde das Wetter besser und unsere Tour kam in fahrt. Eine längere Wanderung, mit Flussüberquerung und einem Stopp an einem Wasserfall brachten uns zum nächsten Basiscamp am Fuße des Berges „Nova“.Lofoten LofotenHier an einem wunderschönen kleinem Fluss und dem darunter liegenden idyllischen See hatten wir endlich fantastisches Wetter. Teilweise schon wieder zu gut, denn das Licht war für richtig gute und dramatische Bilder einfach zu klar… Einem Fotografen kann man es eben nie recht machen 😀
    Nach dem Aufbau und dem Essen stürmte auch von der anderen Seite Arild wieder zu uns. Die Fußsohle desinfiziert und verbunden und natürlich mit einer Überraschung im Gepäck: einer Dose Bier oder Cola für Max und sich selbst im Rucksack. Einfach gigantisch.Am Abend, sobald das Licht besser wurde kamen wir zu unserem eigentlichen Thema: Fotografie. Vom Basecamp auf einer Höhe von ca 300 Metern arbeiteten wir uns langsam nach oben bis auf ca. 970 Metern Höhe. Vorbei an Bachläufen, Wasserfällen und steilen Bergwänden. Ohne Pfad oder einem eingezeichneten Weg. Ganz oben waren wir dann nur noch zu 3: Alex, Jon und ich. Auf der Suche nach uns kam später auch noch unser Guide Arild dazu. Oben angekommen gegen ca. 0:30 Nachts hatten wir einen genialen LofotenAusblick, aber leider nicht das Licht das wir uns gewünscht hätten. Am Ende des Berichts seht Ihr, was für Farben es dort geben kann, so etwas hätten wir uns an diesem Tag gewünscht.
    Nach einem extrem schwierigen Abstieg kamen wir im Basiscamp gegen 2:30 Uhr an und machten uns schleunigst daran in den Schlafsack zu kriechen, denn spätestens, wenn die Sonne auf das Zelt scheint, ist der Schlaf zu Ende und am nächsten Tag sollte ein hartes Stück Arbeit warten …

Tag 7 (5): der Abstieg

  • Ursprünglich war geplant auf den höchsten Berg der Gegend, Nova, zu steigen, aber das war aus Zeitgründen und weil manche der Gruppe Probleme bekommen hätten, kaum möglich. Also wurde umgeplant: Abstieg über LofotenLofotenden Pass zum Auto, dann ein Transport zu einem andern Berg, wer wollte könnte diesen besteigen, der Rest könnte die Tour beim Basecamp an einem wunderschönen See ausklingen lassen und dort Nova im spiegelnden See fotografieren. Natürlich mit Lagerfeuer!
    Nach langem hin und her entschied ich mich für die einfache Variante und blieb am See. Nur zwei unserer Gruppe stiegen auf den Berg: Alex und Max. Es war eine gute Entscheidung, denn es entstanden ein paar meiner besten Bilder an diesem Abend. U.a. ein Panorama, das ich wohl in ca. 2 Metern Länge auf eine Leinwand drucken lasse 🙂
    Auf dem Weg gab es eine Mittagspause Nahe des Passes und wir kletterten in eine kleine Gletscherhöhle um ein paar besondere Bilder zu machen. Manche nutzen auch die Zeit um im Gletschersee zu schwimmen 😀Lofoten

Tag 8 (6): Abschied, Hotel und kleine Fototour

  • am nächsten Tag rückte der Abschied näher. Die Gruppe teilte sich auf, ein paar flogen direkt nach Hause, Shane und ich blieben in einem Hotel und erholten uns. Am Abend machten wir einen Ausflug um das besserLofoten werdende Licht einzufangen. An einem See konnten wir gerade noch ein wenig der Abendstimmung fotografieren.

Tag 9: Ausflug zum nationalen Berg Norwegens dem Stetind

  • Shane hatte mich eingeladen zum Berg Stetind dem Nationalberg von Norwegen mit zu kommen. Schon auf dem Weg dorthin gab es traumhafte Kulissen, aber eben noch das Lofoten„harte“ Tageslicht. Unterwegs machten wir Rast an einem Wasserfall und hatten dort die Gelegenheit erste Bilder zu machen.
    Beim Stetind angekommen waren für unser Vorhaben die Wolken am falschen Ort. Fast gar nichts beim Berg und genau gegenüber, vor der Sonne, die Wolken. Aber man muss flexibel sein und sich den Verhältnissen anpassen. Also die Kamera geschnappt und in die andere Richtung fotografiert, mit tollen Ergebnissen 😉
    Hier bin ich auch zum ersten Mal abgerutscht und ins Wasser gefallen. Zum Glück nur ich, die Kamera konnte ich trocken halten 😀Lofoten
    Auf dem Heimweg erlebten wir dann endlich den Himmel und das Licht, das wir so sehnlichst herbeigesehnt hatten und uns für einen Berg gewünscht hätten. Wir waren zu der Zeit an keinem spektakulären Ort, aber alleine das Licht macht die Bilder außergewöhnlich. Und die Farben sind nicht getürkt, das sieht wirklich so aus!
    LofotenDanach nur noch schnell zurück zum Hotel, Klamotten troknen, 3 Stunden schlafen und dann zum Flughafen…
    Thanks Shane for this opportunity!

Tag 10: die Rückreise

  • Natürlich gab es auch noch eine besondere Rückreise. Die erste positive Überraschung erlebte ich am Flughafen von Evenes: dort traf ich unseren Guide Arild, der mit seiner Familie auf dem Weg in den Urlaub nach Kristiansand war.
    Die negative Überraschung gab es in Stockholm: 2 1/2 Stunden Verpätung beim Abflug nach Frankfurt wegen eines Gewitters, das das Auftanken des Flugzeuges verhinderte (Blitze). Durch die Verzögerung gab es in Frankfurt keinen Zug mehr in Richtung Würzburg, so dass ich im Flughafen übernachtete, natürlich auf meiner Iso Matte. Der erste Zug um 4:37 Uhr nach Würzburg war dann meiner. Wenigstens verlief die Zugfahrt nach Lauda ohne Probleme und mein Auto stand noch, ohne Strafzettel, am richtigen Ort.

Fazit:

  • ich komme wieder! Auch wenn nicht alles optimal lief, allein der Gedanke diese Kulisse bei „optimalem“ Licht zu fotografieren ist genug, um mich wieder dorthin zu begeben. Aber als nächstes wird es zu einer Zeit sein, in der es Schnee und Eis hat. Und vor allem „Polarlichter“. Das wird mein nächstes großes Projekt!

Norway I’ll be back !!!

 

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